80. Jahrestag der Reichspogromnacht

zerstörte Göttinger Synagoge (Nov. 1938, Stadtarchiv)

»Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.« Mit diesen Worten hat der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer uns einen Auftrag erteilt, dem wir uns nicht entziehen dürfen. Am 9. November sollten wir alle zusammen ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus jeder Form, Intoleranz und Gewalt setzen.

Der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht wird in Göttingen begleitet von einer Veranstaltung die die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen veranstaltet. Die Gedenkstunde am Synagogen-Mahnmal soll an die gewaltsamen Ereignisse am 9. November 1938 erinnern, der Opfer gedenken und zugleich aufrufen, heute aktiv gegen alle Formen von Diskriminierung einzutreten.

Das Gedenken an den Novemberpogrom von 1938, der den Zeitpunkt markiert, an dem die bis dahin auf Vertreibung der Juden ausgerichtete Politik des NS-Regimes in direkte Gewalt und Vernichtung mündete, steht in diesem Jahr unter der Überschrift „80 Jahre nach den Novemberprogromen von 1938“. Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann, wird sprechen.