SPRINT – ein Erfolgsmodell auch in Göttingen

Das Land Niedersachsen will den Schulversuch SPRINT  –Sprach- und Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge-  und dessen Module in der neu konzipierten zweijährigen Berufseinstiegsschule (BES) verankern und als Dauerangebot in das Regelsystem der berufsbildenden Schulen überführen. Das zweistufige System soll sicherstellen, dass die Integration von jungen Geflüchteten im Rahmen der beruflichen Bildung fortgeführt wird und so die Basis für eine gelingende Integration in das Arbeitsleben gewährleistet bleibt.

Dass SPRINT sich auch in Göttingen bewährt hat, davon konnte sich die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) bei einem Besuch der Arnoldischule (BBS1) im Friedländer Weg überzeugen. An der Arnoldischule startete im September 2015 eine der ersten SPRINT-Klassen in Niedersachsen.

„Die Situation im Jahr 2015 ist vielen noch gut vor Augen: Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Terror, darunter auch viele Kinder und minderjährige Jugendliche. Um insbesondere den jugendlichen Flüchtlingen mit Blick auf Bildungs- und spätere Berufschancen schnellstmöglich die deutsche Sprache zu vermitteln, hatte die niedersächsische Landesregierung das SPRINT-Projekt entwickelt. Die Arnoldischule war sofort bereit, junge Flüchtlinge aufzunehmen und eine SPRINT-Klasse einzurichten“, sagt Andretta. Hier sei Sprachvermittlung und Integration vom ersten Tag an gelebt worden, davon konnte sich Andretta seit Beginn des Projektes immer wieder überzeugen. „Das große Engagement war nicht selbstverständlich, denn natürlich waren sich alle Beteiligten damals durchaus bewusst, dass es auch viele Probleme und Schwierigkeiten geben würde“, so Andretta.

Die Kombination aus Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse sowie der praxisorientierten Einführung in die Berufs- und Arbeitswelt sei eine optimale Vorbereitung für eine erfolgreiche Zukunft der Jugendlichen mit Fluchtgeschichte. Und dass sich die Arbeit lohnt, zeigte das Gespräch der Abgeordneten mit den Schülern in einer Berufseinstiegsklasse.

In der Klasse waren Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Nationalität, die sich hier auf den Hauptschulabschluss und die Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereiteten. Viele von ihnen haben zuvor eine SPRINT- und/oder SPRINTdual-Klasse besucht. „Dank SPRINT und des großen Engagements der Schule haben die Schülerinnen und Schüler klare Ziele für ihr späteres berufliches Leben vor Augen“, freut sich die Göttinger Landtagsabgeordnete.

Inzwischen habe das Schulangebot der Arnoldischule einen festen Platz in den vielfältigen Integrationsanstrengungen in Göttingen. „Der elementare Schlüssel für eine gelingende Integration liegt in der Vermittlung von sprachlichen Kompetenzen“, so Andretta. Es sei daher ausdrücklich zu begrüßen, dass SPRINT- Angebote an den berufsbildenden Schulen verstetigt werden.