Haushaltsbeschlüsse bringen Planungssicherheit für dt und GSO

Deutsches Theater - Foto: Jan Vetter

Heute haben die Regierungsfraktionen von SPD und CDU im Niedersächsischen Landtag Beschlüsse für den Haushalt 2020 gefasst. „Von diesen Entscheidungen wird auch die Kultur in Göttingen profitieren“, freut sich die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD).

Einer der wichtigsten Punkte ist die Verstetigung der bereits letztes Jahr um 3 Mio. Euro deutlich gesteigerten Mittel für die kommunalen Theater und das Göttinger Sinfonieorchester. Diese Mittel sind nun fest im Landeshaushalt verankert.

„Für das Deutsche Theater sind dies nach dem bisher angewandten Verteilungsschlüssel bei einem Plus von 360.000 Euro insgesamt 3.063.000 Euro. Das GSO wird bei einer dauerhaften Aufstockung von 210.000€ nun eine Landesförderung von 1.727.000 Euro erhalten“. Darüber hinaus werden weitere zusätzliche Gelder in Höhe von 206.000 Euro für den Tarifausgleich im Landeshaushalt bereitgestellt und damit sichergestellt, dass das Land seiner Verpflichtung zur Übernahme der tatsächlichen Tariferhöhung nachkomme, so die SPD-Politikerin.

Die Göttinger Landtagsabgeordnete betont hierbei: „Der Tarifausgleich ist ein wichtiger Erfolg, der sicherstellt, dass die zusätzlichen Mittel in Höhe von 3 Millionen Euro den kommunalen Theatern und dem GSO ungeschmälert zur Verfügung stehen und nicht durch Tarifzahlungen wieder aufgezehrt werden.“

Mit dieser Planungssicherheit können die Theater und das GSO gesichert in die Zukunft blicken, so Andretta weiter. Besonders wichtig ist der SPD-Politikerin: „Gute Bezahlung für gute Arbeit muss auch für Beschäftigte der kommunalen Theater und Orchester gelten. Das haben wir mit diesem Haushalt verankert.“

Auch in weiteren Bereichen der Kultur sind deutliche Erhöhungen der Ansätze erfolgt: So erhält das erfolgreiche Programm „Wir machen die Musik“ 500.000 Euro mehr und die Theaterpädagogik 250.000 Euro zusätzlich.

Für kleine Kultureinrichtungen werden zudem 2.500.000 Euro für ein Investitionsprogramm zur Verfügung gestellt. „Dieses schließt durch eine starke Regionalisierung und damit einem niedrigschwelligen Zugang zu den Fördermitteln eine wirkliche Lücke in der bisherigen Kulturförderung“, so Andretta.

„Ein attraktives Kulturangebot ist nicht nur ein wichtiger Faktor für eine lebenswerte Stadt. Unsere Kultureinrichtungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Gerade in Zeiten, in denen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion und Ethnie angefeindet werden und Fremdenfeindlichkeit geschürt wird, brauchen wir die starke Stimme der Theater. Mit ihrer Arbeit leisten Kulturschaffende einen unverzichtbaren Beitrag für Demokratie und das soziale Miteinander“, betont die Abgeordnete abschließend.