Ehrenamt ist gelebte Solidarität

Foto, von links nach rechts: Maria Weiss, Leitung BONUS Freiwilligenzentrum Göttingen Stephan Siebert, Leitung Geschäftsbereich „Soziale Dienste“ Caritasverband Südniedersachsen e.V. Francesca Ferrari, Leitung LAGFA Niedersachsen e.V. Gabriele Andretta, MdL Heike Javernik, Mitarbeiterin BONUS Freiwilligenzentrum Göttingen Insa Wiethaup, sozialpolitische Sprecherin der SPD Ratsfraktion

Besuch beim BONUS Freiwilligenzentrum der Caritas

Die Corona Pandemie hat das Leben grundlegend verändert: Weniger soziale Kontakte, Sorgen um Gesundheit und Arbeitsplatz, eingeschränkte Kinderbetreuung und vieles mehr. Viele Ehrenamtliche haben Menschen in der Krise geholfen und in ihrem Alltag unterstützt. Damit dies möglich war, dazu haben auch Organisationen wie das BONUS Freiwilligenzentrum der Caritas beigetragen. Die Göttinger Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta hat gemeinsam mit Insa Wiethaup, sozialpolitische Sprecherin der SPD Ratsfraktion, das BONUS Freiwilligenzentrum in der Godehardstraße besucht,  um sich über die Arbeit der Freiwilligenagentur zu informieren und zu erfahren, welche Wege der Hilfe in Zeiten von Corona gefunden wurden.

Mit der Leiterin des Bonus Freiwilligenzentrums, Maria Weiss, der Mitarbeiterin Heike Javernik, dem Leiter des Bereichs „Soziale Dienste“ Caritasverband Südniedersachsen e.V. Stephan Siebert und der Leiterin der Geschäftsstelle der LAGFA Niedersachsen (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Land Niedersachsen) Francesca Ferrari sprachen die beiden Politikerinnen über deren Erfahrungen als Beratungs- und Vermittlungsstelle für den ehrenamtlichen Einsatz. Maria Weiss erläutert das Motto der Engagement-Vermittlung  „Der richtige Mensch am richtigen Ort“:  BONUS stehe jedem offen und es sei Ziel, für jeden, der sich ehrenamtlich engagieren möchte, den passenden Einsatzbereich zu finden. Auch begleite BONUS Institutionen und Vereine bei der Suche nach passenden ehrenamtlichen Helfern und biete regelmäßig Fortbildungen im Freiwilligenbereich an. 

„Nicht nur in Zeiten von Corona erfahren wir, dass freiwilliges Engagement und Ehrenamt nicht genug wertgeschätzt werden können“ sagte Andretta. „Ehrenamtliche haben bewusst Zeichen der Hoffnung gesetzt: Sie haben anderen Hilfe angeboten, Angebote gegen Einsamkeit entwickelt und den sozialen Zusammenhalt gestärkt. Das dies in dem Maße in der Krise möglich war, dazu haben auch Organisationen wie BONUS beigetragen.“

Die beiden Politikerinnen zeigten sich beeindruckt, in welch kurzer Zeit und mit welch geringer personeller Ausstattung die Mitarbeiter vom BONUS es geschafft haben, ein funktionierendes Netzwerk der Freiwilligenarbeit aufzubauen, in dem mittlerweile mehr als 170 Ehrenamtliche in verschiedenen Bereichen tätig sind.

Für die Politik gelte es, die Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, denn die möglichst passgenaue Vermittlung von Freiwilligen in verschiedenen Einsatzbereichen erfordere große Professionalität. „Gelingendes Ehrenamt braucht Hauptamt“, so Andretta. „Gerade in der aktuellen Situation habe sich gezeigt, wie wichtig Strukturen und die Institutionalisierung des bürgerschaftlichen Engagements seien“, ergänzt die Kommunalpolitikerin Insa Wiethaup

Abschließend bedankten sich die Politikerinnen bei allen Beteiligten für den großen Einsatz.  Andretta: „Das große Engagement und die geknüpften Netzwerke der Hilfe stimmen mich hoffnungsvoll, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt auch in der Krise nicht verloren geht – teils sogar gestärkt wird.“

Das BONUS Freiwilligenzentrum in Göttingen ist Teil eines Unterstützernetzwerks und bietet neben einem Newsletter auch eine Fortbildungsreihe an, in der Interessierte sich über die aktuellen Entwicklungen und Fördermöglichkeiten im Freiwilligenbereich informieren können.