Stadt Göttingen erhält 694.977,00 Euro für schulgebundene mobile Endgeräte

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Die Stadt Göttingen erhält 694.977,00 Euro für die Anschaffung mobiler digitaler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler ohne eigene Geräte, teilt die Göttinger Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta mit. Die Bundesregierung und die Länder hatten im Juni beschlossen, 500 Millionen Euro für die Anschaffung mobiler digitaler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler ohne Gerät bereitzustellen, so Dr. Gabriele Andretta.

„Die Corona-Pandemie hat abermals deutlich gemacht: Sozialer Status und Bildungsnähe der Familie, aber auch das Geschlecht stellen Schülerinnen und Schülern immer noch vor völlig unterschiedliche soziale und technische Bedingungen für das häusliche Lernen“, so Andretta.

Die Schülerinnen und Schüler standen in den letzten Monaten vor enormen Herausforderungen beim sogenannten „Home-Learning“: bei einigen ist es das fehlende eigene Zimmer, die fehlende Unterstützung der Eltern oder nicht vorhandene, bzw. geeignete Endgeräte. Mit dem Sofortprogramm sollen die Schulen nun in die Lage versetzt werden, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern wenn notwendig digitalen Unterricht zu Hause zu ermöglichen, erläutert Andretta die Zielsetzung der Förderung.

„Alle Kinder und Jugendlichen, deren Eltern sich keine eigenen Geräte leisten können, können nun mit Notebooks oder Tablets ausgestattet werden.“, freut sich daher auch der Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Tom Wedrins.

Die Göttinger SPD hatte umgehend nach den coronabedingten Schulschließungen auf das Problem der fehlenden Endgeräte hingewiesen und die Stadt aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass alle Schülerinnen und Schüler mit geeigneter EDV ausgestattet sind. „Ungleichen sozialen oder wirtschaftlichen Verhältnissen kann jetzt endlich zumindest ein weinig entgegengesteuert werden“, so Wedrins weiter.

Die Mittel sind jedoch nicht nur für mobile Endgeräte reserviert, erklärt Dr. Gabriele Andretta. „Mit den Mitteln soll den Schulen auch ermöglicht werden, dass sie professionelle Online-Lernangebote anbieten können“, so Andretta abschließend.

Zum Hintergrund:

Aus dem sogenannten „Sofortausstattungsprogramms des Bundes und der Länder“ konnten die Schulträger Mittel für die schulgebundenen mobilen Endgeräte beantragen.

Das „Sofortausstattungsprogramm“ ist eine Ergänzung zum DigitalPakt Schule 2019 bis 2024. Die Finanzmittel wurden nach Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt. Niedersachsen erhielt danach rund 47 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Eigenanteil von 10 Prozent. Dieser Anteil beträgt für das Land rund 4,7 Millionen Euro, so dass für Investitionsmaßnahmen in Niedersachsen ein Gesamtfördervolumen in Höhe von rund 52 Millionen Euro zur Verfügung stand. Förderfähig waren alle entsprechenden Anschaffungen frühestens seit Beginn der Schulschließungen am 16. März 2020 und die spätestens bis zum 31.12.2020 durchgeführt werden. Eine Antragstellung war bis zum 31.8.2020 möglich.