8. März Internationaler Frauentag

Foto: Karl Maria Stadler (1888) Plakat der Frauenbewegung zum Frauentag 8. März 1914

Seit über 100 Jahren gibt es den Internationalen Frauentag und seitdem gehen Frauen für gleiche Rechte auf die Straße.  Der Kampf für mehr Frauenrechte ist auch heute noch nicht beendet, denn von einer echten Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern kann nicht die Rede sein: Immer noch verdienen Frauen in Deutschland weniger als Männer – im Schnitt 20 Prozent; trotz guter Qualifikation sind zu wenig Frauen in Führungspositionen vertreten. In einigen Bereichen erleben wir sogar Rückschritte: So ist der Anteil von Frauen in unseren Parlamenten wieder zurückgegangen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass Frauen es sind, die die Hauptlast während der Corona Krise tragen. Es sind vor allem die erwerbstätigen Frauen mit kleinen Kindern, die doppelt und dreifach belastet sind. Sie arbeiten im Homeoffice, betreuen gleichzeitig zuhause die Kinder und sind im Homeschooling gefordert. Oft sind es die Frauen, die in ihrem Job zurückstecken, um die Sorgearbeit zu übernehmen. So besteht nicht nur die Gefahr, dass traditionelle Rollenbilder wieder zurückkehren, sondern mit Blick auf die Gleichstellung, kann Arbeit im Homeoffice sich schnell als Karrierebremse auswirken. Die Sozialwissenschaftlerin Jutta Allmendinger hat dazu eindrucksvolle Fakten zusammengetragen. Wenn wir endlich mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen erreichen wollen, dann dürfen wir nicht zulassen, dass die Corona-Krise Frauen zurückwirft.

So ist es höchste Zeit für Parité und eine Frauenquote in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen, damit die Leistungen von Frauen sichtbar werden, ihre Stimme gehört wird und Gleichberechtigung nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt.

Kämpfen wir weiter #ichwill und #jetztreichts.