Besuch der Produktionsschule Göttingen

Die Produktionsschule wurde 2007 – damals noch als Außenstelle der der Heinrich-Heine-Schule – mit dem Ziel, die Schulabschlussquote zu steigern, durch den Rat der Stadt Göttingen gegründet. Seit 2020 ist die Schule eine offizielle Außenstelle der Geschwister Scholl-Gesamtschule. Der Unterricht erfolgt jahrgangsübergreifend in Kleingruppen und hat meist Projektcharakter. Träger der Einrichtung ist die städtische Beschäftigungsförderung (BFGoe), die neben der Produktionsschule auch weitere Projekte zur Schulpflichterfüllung betreibt.

Dass die Produktionsschule in Göttingen eine Erfolgsgeschichte ist, hiervon konnte ich mich bei meinem Besuch kurz vor den Sommerferien in ihrem Übergangsquartier in Grone überzeugen. Die bisherigen Räumlichkeiten in der Levinstraße werden gerade durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt.

 Schülerinnen und Schüler, die an den Regelschulen aus unterschiedlichsten Gründen nicht zurechtgekommen sind, erhalten an der Produktionsschule die Chance, ihren Schulabschluss zu machen. Hier werden diese 13- bis 16-Jährigen, die noch schulpflichtig sind, beschult und auf einen Schulabschluss vorbereitet. Dieser Erfolg steht und fällt mit der Möglichkeit, individuell auf die Schülerinnen und Schüler eingehen zu können.

Gut vorbereitet haben die Schülerinnen und Schüler mich bei meinem Besuch zum Alltag einer Abgeordneten befragt, was eine Abgeordnete macht, wie man Familie und die Tätigkeit im Parlament unter einen Hut bekommt und welche inhaltlichen Positionen ich vertrete, zum Beispiel zur Freigabe von Marihuana . Es war ein spannender Vormittag, bei dem ich viel über Berufspläne von Jugendlichen und ihre Erwartungen an die Politik gelernt habe.

Herzlichen Dank an die Schülerinnen und Schüler und das Team der Produktionsschule für diesen schönen und interessanten Besuch. Danke auch für das selbst hergestellte tolle Tablett, das einen Ehrenplatz in meiner Küche hat.