Soziale Notlagen abfedern – Härtefallfonds auch in Göttingen einrichten

Blick auf die Innenstadt Göttingens / Neues Rathaus, Johanniskirche und Jacobikirche (vlnr) - Foto:Jan Vetter

„Die massiven Preissteigerungen in vielen Bereichen des Lebens sorgen bei nahezu allen Bürgerinnen und Bürgern aktuell für große Besorgnis. Das gestern vom Land gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Sozialverbänden und Energieversorgern beschlossene Hilfspaket sind ein wichtiger Schritt zur Entlastung“, erklärt die Göttinger Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta.

Als einen besonders wichtigen Baustein nennt Andretta die Einrichtung von Härtefallfonds: „Wir müssen dafür sorgen, dass aus der Energiekrise keine soziale Krise wird. Auch viele Menschen mit durchschnittlichen Einkommen werden mit den hohen Energiekosten zu kämpfen haben. Lokale Härtefallfonds können dabei helfen, Unterstützung für diejenigen zu bieten, die in besondere Notlagen geraten und bei denen soziale Sicherungssysteme nicht greifen. So werden Gas- und Stromsperren verhindert.“

Das Land wird sich zu einem Drittel an den Kosten der lokalen Härtefallfonds beteiligen. Zunächst sind dafür 50 Millionen Euro vorgesehen.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Göttingen, Tom Wedrins, sieht Handlungsbedarf: „Auch bei uns in der Stadt Göttingen würde die Einrichtung eines Härtefallfonds dabei helfen, Menschen in besonders schweren Lagen die nötige Unterstützung zukommen zu lassen. Die Stadt sollte sich an dem Hilfspaket beteiligen und einen lokalen Fonds einrichten.“